Legasthenietherapie...

Kennzeichnend für eine Legasthenie ist die durchschnittliche oder oft überdurchschnittliche Intelligenz und eine Diskrepanz der Leistungen beim Lesen und Schreiben zu den übrigen Lernleistungen. Diese Schwierigkeiten sind weder erziehungs- noch millieubedingt, sind nicht auf eine allgemeine Beeinträchtigung der geistigen Entwicklung, noch auf unzulänglichen Unterricht zurückzuführen.

 

4-6% der Bevölkerung haben große Schwierigkeiten, lesen und schreiben zu lernen. Trotz guter Intelligenz und regelmäßigem Schulbesuch scheitern sie, Texte zu lesen und sich schriftlich mitzuteilen. Viele Kinder mit einer Legasthenie werden zu spät erkannt, meist erst dann, wenn sie aufgrund der ausgeprägten Schulschwierigkeiten psychische Störungen entwickeln.

 

Charakteristische Probleme beim Lesen: 

Niedrige Lesegeschwindigkeit, häufiges Stocken, Verlieren der Zeile im Text, aber auch das Auslassen, Vertauschen oder Hinzufügen von Wörtern, Silben oder einzelnen Buchstaben. Das Gelesene kann zum Teil nur unzureichend wiedergegeben bzw. interpretiert werden.

 

Charakteristische Probleme beim Schreiben: 

Hohe Fehlerzahl bei ungeübten Diktaten aber auch abgeschriebenen Texten. Wörter werden teilweise fragmenthaft, im selben Text häufig auch mehrfach unterschiedlich falsch geschrieben. Hinzu kommen auffallend viele Grammatik- und Interpunktionsfehler und oft eine unleserliche Handschrift.

Ablauf - Legasthenietherapie

Eine Therapieeinheit umfasst 50 Minuten und wird wöchentlich durchgeführt. Die Förderung findet in Einzeltherapie statt, um spezifisch am Lern- und Entwicklungsstand Ihres Kindes ansetzen zu können. Die lerntherapeutischen Maßnahmen sind somit ganz auf die Bedürfnisse Ihres Kindes abgestimmt. Die Förderung ist kindgerecht und spielerisch aufgebaut und beruht auf wissenschaftlich fundierten Methoden bzw. Modellen.

Im Rahmen der Legasthenietherapie wird das Lesen und / oder Rechtschreiben intensiv trainiert, wobei je nach individuellen Voraussetzungen des Kindes evidenzbasierte Methoden Anwendung finden (z. B. Silbentraining, Regeltraining, Wortbausteine). Eine Lerntherapie ist keine herkömmliche schulische Nachhilfe, d. h. es wird in der Regel nicht (primär) der aktuelle Schulstoff behandelt.

Bei einer Lese-Rechtschreibstörung ist eine längerfristige Förderung erforderlich, Erfolge sind erst nach einigen Monaten zu erwarten.

Bereits im Kindergartenalter ist es möglich, präventiv zu arbeiten.

St.Peter 157

8843 St.Peter am Kammersberg

Tel.: 0650/8028696